Wie verläuft SimplyCity?

Kollektiv beteiligt: Bürger, Wirtschaft, Kultur und Politik.

Die Umsetzung von SimplyCity vollzieht sich in jeweils aufeinander aufbauenden Arbeitsebenen:

  • Das Modellprojekt beginnt mit dem Einfachen und Naheliegenden: Der Reduktion von Verkehrszeichen und Wegweisern sowie der Vereinfachung der Verkehrsregelungen und Verkehrsführungen.
  • In Stufe 2 geht es um die Freimachung des öffentlichen Raums von überflüssiger Möblierung, aber auch um die effiziente Ordnung des Parkens.
  • Stufe 3 beinhaltet den Ersatz ausgewählter Signalanlagen durch alternative Regelungen und behandelt Fragen der Verkehrssicherheit und des Mobilitätsmanagements.
  • In Stufe 4 geht es abschließend um „Stadtästhetik und Maßnahmen zur urbanen Gestaltung“.

Vielfältige Handlungsfelder

SimplyCity ist Planungs-, Kommunikations- und Beteiligungsprozess zugleich. Für die fachlichen und verkehrsrechtlichen Fragen ist eine Arbeitsgruppe bestehend aus dem projektleitenden Büro (Planerbüro Südstadt, Köln), kommunalen Fachplanern, Fachleuten aus dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, der Polizei und dem ADAC zuständig.

Ideen und Maßnahmen zu SimplyCity werden dann „vor Ort“ in den Modellgebieten unter Beteiligung von Vertretern relevanter gesellschaftlicher Gruppen in Workshops entwickelt. Ziel dieser direkten und bürgernahen Mitwirkung ist es nicht nur, deren Ideen und Vorschläge exakter zu erfassen, sondern auch eine neue Kultur des Miteinanders von Bürgern, Wirtschaft, Kultur und Politik im Quartier entstehen zu lassen.

Schwerpunkt Kommunikation

Neben der Infrastrukturplanung und Bürgermitwirkung ist die Kommunikation eine weitere Schlüsselkomponente von SimplyCity. Entscheidend für die Akzeptanz ist es, nicht nur über das Projekt und seine Ergebnisse zu informieren, sondern über die Beteiligungsverfahren hinaus, breite Teile der Öffentlichkeit für die Entwicklung von SimplyCity-Ideen zu gewinnen. Etwa wenn es darum geht überflüssige Schilder, umständliche Verkehrsführungen, unsichere Knotenpunkte, schlecht programmierte Ampelschaltungen, zugestellte öffentliche Räume, komplizierte Bezahlregelungen, sichtbehindernde Werbung und vieles andere mehr zu benennen und zu lokalisieren.

Als Basismedium dient hier das Internet mit seiner speziellen Dialogplattform, die es interessierten Bürgern erlaubt, ihre Ideen und Vorschläge auf einfache und schnelle Art in den Prozess mit einzubringen. Darüber hinaus wird eine Dialogkarte angeboten, die sich an alle Interessierten richtet, die nicht das Internet nutzen. Sie bietet die Möglichkeit auf postalischem Wege Vorschläge einzureichen.